Kirche St. Wendelin und St. Nikolaus

Kirche / Infopunkt
Kornelia Horn -

01/04 Kirche St.Wendelinus und St. Nikolaus von Kornelia Horn

Kornelia Horn -

02/04 Madonna in Breitenbrunn von Kornelia Horn

Kornelia Horn -

03/04 Bildstock von Kornelia Horn

Kornelia Horn -

04/04 Alter Bildstock von 1483 von Kornelia Horn

Vom einstigen Bauerndorf Breitenbach zeugt heute noch die Wallfahrtskapelle St.Wendelin und St. Nikolaus. Wer Stille und Einkehr sucht, sollte die Wanderung zu diesem besonderen Ort nicht scheuen.

Die Kirche wurden von den Breitenbacher Einwohnern im Jahre 1741 als schlichter Barockbau mit einem sechseitigen Dachreiter erbaut. Sehr auffällig und höchst bemerkenswert ist die prunkvolle Ausstattung im Chorraum. Die noch erhaltenen Figuren aus dem Kirchenschiff sind älteren Datums und stammen aus der Vorgängerkapelle von 1668 oder aus Kirchen der ehemaligen Abtei Amorbach. Eine derartige Gestaltung war damals für ein kleines Bauerndorf nicht üblich. Die kleine Dorfkirche ist ein Zeugnis von Volkskunst, Frömmigkeit und gläubigem Gottvertrauen einer ehemals aktiven Dorfgemeindschaft. In ihrer Einfachheit und mit ihrer vollkommen erhaltenen barocken Ausstattung im Chorraum stellt die Kirche einen besonderen kulturhistorischen Wert für den Odenwald dar.

Der Hochaltar bestetht aus vier Säulen mit massivem Gebälk und ist mit reichem Rokokobeiwerk verziert. Die beiden barocken Altarbilder in Öl sind Werke des bekannten Augsburger Künstlers Matthias Günther, der auch die Deckenfresken in der Amorbacher Abteikirche und im Würzburger Käpele gestaltet hat. Die Altarbilder zeigen die beiden Kirchenpatrone St. Wendelin und St. Nikolaus. Der Rokoko-Tabernakel, die Kanzel und die Kommunionbank sowie drei künstlerisch sehr wertvolle Votivtafeln wurden von dem Maler und Bildhauer Nikolaus Hoof aus Mudau geschaffen. Der Dachreiter erhielt im Jahre 1765 eine Glocke. Das Ausstatten der Kirche dauerte etwa zwei Generationen.

Der Weiler Breitenbach selbst war bis Anfang des 19. Jahrhunderts ein stattliches Bauerndorf mit 12 Bauernhöfen und rd. 120 Einwohnern. Das Dorf wurde um 1370 erstmals urkundlich erwähnt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts überzog das Land eine große Hungersnot infolge von mehreren Missernten. Hunger, Armut, Krankheiten, Kinderlosigkeit und weitere persönliche Schicksale ließen die Odenwälder Bauern ihr Heil in der Ab- und Auswanderung suchen. So verkauften auch die Breitenbacher nach und nach ihre Höfe und Felder an den Amorbacher Fürst zu Leiningen und suchten anderen Ortes eine neue Existenz. Der letzte Bauer verließ Breitenbach im Jahr 1836. Er verewigte sich mit der Jahreszahl "1836" als zweite Zahl auf dem ältesten bekannhten Odenwald-Bildstock, der in

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Anfahrt

Die Kapelle ist von Ottdorfszell aus über den Wanderweg K4 über eine Stecke von 4 km zu erwandern. Wer die Mühe scheut, der fährt auf der Straße St311 über Kirchzell-Ottdorfszell und erwandert die Kapelle über den Naturpark-Parkplatz.

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